Jagderlebnisse

Auf dieser Seite können Sie sich, von passionierten Kurzhaarbesitzern geschriebene Jagderlebnisse durchlesen.

Falls Sie selber interessante Jagderfahrungen mit Ihrem Deutsch-Kurzhaar gemacht haben,
senden Sie diese bitte an:

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Ein Jagdtag mit „Lady“ Trudi von Nils Börsting

Morgens geht es los, ein wunderschöner Herbstmorgen, ein perfekter Jagdtag. Die Sachen sind gepackt und schon im Auto – bis auf die wichtigste „Person“. Die wartet schon in ihrem „Apartment“. Dort, brav auf den Hinterläufen sitzend, einen Vorderlauf kokett angehoben, harrt sie der Dinge die da kommen sollen. Schnell noch ein leuchtend-orangefarbenes Signalband angelegt (ich hoffe es gefällt ihr) und auf geht’s.

Am Treffpunkt angekommen beginnt nach der allgemeinen Begrüßung auch schnell das erste Treiben – ich werde als „Vorsteher“ mit Hund eingeteilt. Ein Blick in Trudis Gesicht verrät mir was sie denkt: „Das missfällt uns sehr – I’m not amused...“.

Wie goldene Speere brechen die Sonnenstrahlen durch den mittlerweile wolkenverhangenen Himmel und alsbald öffnet Petrus seine Schleusen. „Regen, wie unangenehm“ – so oder ähnlich geht es Trudi wohl durch ihren Kopf, denke ich mir. Nicht dass sie nicht hart im Nehmen, unpassioniert oder zart besaitet ist, aber so etwas wie – Regen – wird nur so weit genossen, wie es unbedingt möglich / nötig ist. Gleiches gilt für sprinten am Rad, es gibt einfach Dinge, die nicht sein müssen – zumindest nicht für Trudi, wohl dosierte Unterneh-
mungen, ja! Alles andere, nicht unbedingt.

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Taubenjagd an der Küste von Nils Börsting

Kalt ist es, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber einer Taubenjagd bei Freunden in Küstennähe kann ich nur schwer widerstehen. Hier ist wirklich ein anderes Klima.

„Bring bitte den Hund mit“ meinte der Freund. Gesagt – getan. Wie jedoch die mittlerweile alte Dame Trudi so ruhig auf dem frostig, kaltem Boden im Schirm liegen kann ist mir ein Rätsel.

Immer wieder ertappe ich mich dabei wie ich versuche einen, oder gar beide Füße unter den Hund zu schieben. Meist lässt sie mich gewähren. Aber ab und zu murrt sie ein wenig und dreht sich danach demonstrativ von mir weg.

„Kirsch - gelb“ geht die Sonne höher, leider kann ich sie nur in Watte gepackt sehen – so tief hängen die Wolken. Das Lockbild wurde morgens auf dem Stoppelacker drapiert, nun heißt es warten.

Da, ein Schwarm Tauben streicht an, ich greife zur Flinte und mache mich bereit. Die Anspannung scheint sich auf den Hund zu übertragen, dass sehe ich deutlich an ihren Augen und an den auf vollen Empfang gestellten Behängen sehen.

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Herbstzeit, Jagdzeit, Kurzhaarzeit! von Nils Börsting

Ahhhh, endlich.

Meine liebste Jahreszeit steht vor der Tür. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf diese wunderbaren Tage.

Das freudige Gefühl beginnt meist schon einen Tag vorher, bei dem Bereitlegen der Ausrüstung nämlich. Schnell werden noch einmal die diversen Utensilien geprüft: Jagdschein parat? Waffe und Patronen ok? Stiefel sauber und dicht? Warnweste noch intakt? Leine und Halsung einsatzbereit?

Dann naht die eigentliche Treibjagd, kurz ein kräftiges Frühstück und dann das Auto beladen. Meist geht’s mit meinem Bruder zusammen los, da kommt schon einiges zusammen. Allein die Box für die Hunde füllt den ganzen Kofferraum. Leinen, Stiefel, Jacken und Waffen verleiben sich den restlichen Platz ein.

Zum Schluss werden die Hunde geholt – die wissen natürlich schon längst was los ist, sind voller aufgeregter Vorfreude und tun diese auch lauthals kund. Also heißt es erstmal Ruhe in die Rasselbande bringen. Halsung und Warnhalsband anlegen, anleinen und dann wird erstmal Gehorsam geübt; Apport, bei Fuß, Platz, das ganze Programm. Diese Übungen werden (meiner Meinung nach) mit einem Mix aus purer Euphorie und einem guten Schuss Ungedult absolviert. Der Frequenz der Rute nach zu Urteilen stellt der Kurzhaar in solch einem Gemütszustand sowieso nur ein Frage: Wann geht es endlich los?!

Ein herrlicher Tag, eiskalt trotz Sonne und strahlend bunt in vollster Pracht. Intensiv gelbe Senffelder heben sich vor in allen rot und braun Tönen leuchten Wäldern ab. Der Klang der Jaghörner trägt weit durch die klare Luft und der Atem der Jäger und Hunde kristallisiert unmittelbar vor dem Gesicht. Der Frost auf dem Senf blinkt wie tausend und abertausend kleiner Diamanten.  Hier und da werden von Sonnenstrahlen einzelne Flecken angetaut.

Wundervoll.

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